Im feierlichen Rahmen des 45. Bayerischen Nordgautags wurden drei Persönlichkeiten mit dem Nordgaupreis ausgezeichnet. Mit dieser Ehrung des Oberpfälzer Kulturbundes werden Menschen gewürdigt, die sich in besonderer Weise um die Kultur, die Geschichte und die Identität der Oberpfalz verdient gemacht haben.

v.l.n.r., hinten: Dr. Gerhard Hopp, MdL, Landrat Christian Schindler, Staatsminister Christian Bernreiter, MdL, Bürgermeisterin Alexandra Riedl, Bezirkstagspräsident Franz Löffler
vorne: OKB-Präsident Gerhard Schiechel, Maria Maier, Dr. Bärbel Kleindorfer-Marx, Katja Stuber
Foto: Alexander Laube
Die Verleihung der Nordgaupreise zählt seit vielen Jahrzehnten zu den festen Bestandteilen des Bayerischen Nordgautags. Sie macht sichtbar, dass Kultur von Menschen lebt, die mit Leidenschaft, Kreativität und Ausdauer Verantwortung übernehmen und das kulturelle Leben in der Region nachhaltig prägen.
Die Preisträgerinnen und Preisträger des Jahres 2026 stehen beispielhaft für dieses außergewöhnliche Engagement. Mit ihrem Wirken haben sie die kulturelle Landschaft der Oberpfalz bereichert und wichtige Impulse für die Bewahrung und Weiterentwicklung des regionalen Kulturlebens gesetzt.
Die Nordgaupreisträgerinnen und Nordgaupreisträger 2026
Nordgaupreis für Heimatpflege
Dr. Bärbel Kleindorfer-Marx
Dr. Bärbel Kleindorfer-Marx (*1959 in Mönchengladbach) ist Kulturwissenschaftlerin und lebt seit 1979 in Cham. Nach dem Studium der Volkskunde, Kunstgeschichte und Philosophie war sie von 1983 bis 2025 Kulturreferentin und Leiterin des Museumsreferats des Landkreises Cham; seit 2026 ist sie Kreisheimatpflegerin des Landkreises. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Museumswesen, regionale Kulturarbeit, Immaterielles Kulturerbe, Volkskunst und zeitgenössische Kunst, mit denen sie die Kulturlandschaft der Oberpfalz nachhaltig geprägt hat. Als Kuratorin, Autorin und langjährig ehrenamtlich Engagierte zählt sie zu den profiliertesten Expertinnen für kulturelles Erbe und regionale Kulturentwicklung in Ostbayern.
Nordgaupreis für Bildende Kunst
Maria Maier
Maria Maier (*1954 in Amberg) studierte Kunsterziehung und Kunstgeschichte und arbeitet seit 1992 als freischaffende Künstlerin in Köfering und Regensburg. In ihrem vielschichtigen Werk verbindet sie Malerei, Zeichnung, Collage und Fotografie und setzt sich mit den Themen Zeit, Raum, Erinnerung, Vergänglichkeit sowie dem Wandel von Orten auseinander. Internationale Studien- und Arbeitsaufenthalte sowie Projekte wie „Servus Jahnstadion“ und „PLK ADE“ prägen ihr künstlerisches Schaffen, das Transformation und kollektives Gedächtnis reflektiert. Ihre Werke wurden national und international ausgestellt, befinden sich in renommierten öffentlichen und privaten Sammlungen und wurden vielfach ausgezeichnet.
Nordgaupreis für Musik
Katja Stuber
Die in Roding geborene Sopranistin Katja Stuber studierte Gesang in München und Saarbrücken sowie bei renommierten internationalen Lehrenden. Als Opern- und Konzertsängerin gastiert sie regelmäßig an bedeutenden Bühnen und bei internationalen Festivals und arbeitet mit führenden Orchestern und Dirigenten Europas zusammen. Konzert- und Opernauftritte bei den Bayreuther und Salzburger Festspielen sowie zahlreiche Einspielungen dokumentieren ihre künstlerische Laufbahn. Seit dem Wintersemester 2017/18 ist sie hauptamtliche Dozentin für Gesang an der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik in Regensburg.
Mit der Verleihung der Nordgaupreise setzt der Oberpfälzer Kulturbund ein sichtbares Zeichen der Anerkennung für Menschen, die sich mit großem persönlichen Einsatz für die Kultur und das kulturelle Erbe der Oberpfalz engagieren. Die Auszeichnungen unterstreichen zugleich den Anspruch des Nordgautags, kulturelles Schaffen zu würdigen, Begegnungen zu fördern und die Vielfalt der Oberpfalz lebendig zu halten.
